Romanische Burgen und Städte

Beim Bau der Burgen wurde das Baumaterial Holz durch Stein ersetzt. Seit dem 11. Jahrhundert wurden zahlreiche Burgen errichtet, einerseits zur Verteidigung auf Grund feudaler Kämpfe unter den benachbarten Baronen, andererseits als Statussymbol des Adels. Der Platz für eine Burg wurde auf einer Erhöhung in einer schwer zugänglichen Umgebung gewählt. Die ganze Anlage wurde mit einer Ringmauer umgeben und nicht selten mit einem Wassergraben geschützt. Das Hauptgebäude der Burg war zunächst der Donjon – ein mehrstöckiger massiver Turm:

  • das Untergeschoss diente als Kerker, das Erdgeschoss war Vorratskammer,
  • im 1. Stock wohnte der Feudalherr,
  • im 2. Stock waren Bedienstete und Soldaten untergebracht und
  • das Dach diente als Beobachtungsposten.

Seit dem 12. Jahrhundert wurde der Donjon nur während einer Belagerung bewohnt. In friedlichen Zeiten wohnte der Feudalherr im nebenstehenden Haus, das deutlich mehr Komfort bot. Eine Kapelle und mehrere Wirtschaftsgebäude waren ebenfalls Bestandteile der Anlage.
Beispiele: Spesburg in Andlau, Burg Wilhelm des Eroberers in Falaise, königliches Schloss von Beaucaire, Burg von Mornas...

Mit der Entwicklung des Handels und des Handwerks im 11./12. Jh. begannen die Städte wieder eine größere Rolle zu spielen. Sie wurden mit einem Befestigungsring umgeben, dessen Tore nachts geschlossen blieben und tagsüber durch bewaffnete Wachen gesichert wurden. Selbst die Straßen innerhalb einer Stadt waren nachts unpassierbar, da sie durch Metallketten gesperrt waren. Auf Grund dieser Befestigung war eine Ausdehnung der Stadt nur in die Höhe zu realisieren. Die Häuser wurden mehrgeschossig gebaut, wobei das obere Stockwerk zur Straße hin überhing. Selbst auf Brücken wurden Häuser und Läden errichtet. Die planmäßige Stadtbebauung begann ab dem 12. Jahrhundert und ließ sich durch die gallo-römische Architektur inspirieren. Auf der rechtwinkligen Kreuzung zweier Hauptstraßen wurde ein Marktplatz angelegt, auf dem die Hauptkirche der Stadt und später das Rathaus stand. In der Regel wurde die Stadt nach Berufen besiedelt und es gab Straßen oder ganze Viertel, die von einem Berufsstand (Bäcker, Töpfer, Schmiede, Schneider, Weber...) bewohnt waren. Zu den besten Beispielen zählen Carcassonne, Minerve, Langres u.a.

Terminkalender

S M D M D F S
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 

Ferienhäuser

Hotels in Frankreich