Revolution 1789

Die Französische Revolution (Révolution Française) eröffnete eine neue Periode in der Geschichte Frankreichs. Sie stand am Anfang mehrerer Initiativen im Verwaltungs-, Finanz-, Rechts- und Bildungswesen…, die noch heute das gesellschaftliche und politische Leben in Frankreich prägen.

Die Revolution entwickelte sich aus der tiefen Staatskrise der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts. Unfähig die Staatskrise zu bewältigen, wurde Ludwig XVI. gezwungen die Generalstände einzuberufen, die am 5. Mai 1789 in Versailles zusammenkamen. Die Abgeordneten des Dritten Standes bekamen nach dem neuen Wahlrecht die absolute Mehrheit und erklärten sich zur Nationalversammlung. Zeitgleich brodelte es heftig in Paris und anderen Städten. Das Volk gewann durch den Machtverlust des Königs an Selbstbewusstsein. In Paris wurde am 12. Juli eine eigene Stadtverwaltung und einen Tag darauf eine Nationalgarde unter der Leitung des populären Generals La Fayette geschaffen. Auf der Suche nach Waffen stürmte das Volk am14. Juli 1789 zuerst den Invalidendom und danach das ehemalige Staatsgefängnis Bastille. Die aufgebrachten Volksmassen zwangen Ludwig XVI. und die Nationalversammlung dazu, von Versailles nach Paris überzusiedeln. Nach einem missglückten Fluchtversuch des Königs wurde er zufällig erkannt und nach Paris zurückgeführt. In dieser Situation blieb Ludwig XVI. keine Wahl und er musste die Verfassung akzeptieren, die in Frankreich am 3. September 1791 die konstitutionelle Monarchie einführte, welche dem König nur noch ein beschränktes Vetorecht und repräsentative Funktionen zusprach.

In der Hoffnung, die absolute Monarchie in Frankreich wiederherzustellen, trat Ludwig XVI. in geheime Gespräche mit Österreich und Preußen ein, die zu diesem Zeitpunkt Krieg mit Frankreich führten. Bei der Durchsuchung von Unterlagen Ludwigs XVI. entdeckte man Dokumente, die den Verrat des Königs aufdeckten. Ludwig XVI. wurde von seinen Ämtern enthoben und kurz darauf zum Tode verurteilt. Die Nationalversammlung wurde durch einen Nationalkonvent ersetzt, der am 22. September 1792 die Erste Republik proklamierte.

Der Nationalkonvent rief in dieser schwierigen wirtschaftlichen und außenpolitischen Lage den Ausnahmezustand aus, der Maximilien Robespierre seine Terrorherrschaft ermöglichte. Innerhalb eines Jahres wurden Tausende Todesurteile vollstreckt. Maximilien Robespierre übernahm die absolute Macht. Er entließ ein neues Terrorgesetz, das eine Verurteilung von Regierungsmitgliedern ohne Rechtsbeistand erlaubte. Am 27. Juli 1794 wurde Robespierre selbst Opfer dieses Gesetzes. Nach seinem Tod wurde ein Direktorium als höchstes Exekutivorgan eingesetzt, das bis zum Staatsstreich des 18. Brumaire 1799 die Regierung führte.

Bei diesem Staatsstreich setzte sich Napoleon an die Spitze einer provisorischen Regierung und erklärte die Revolution als beendet.
 
Unsere Empfehlungen:

Tags: 

Terminkalender

S M D M D F S
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
 
 
 
 

Ferienhäuser

Hotels in Frankreich