Elektronische Medien

Die Entwicklung neuer Technologien, die die Digitalisierung von Informationen erlauben, führte zwangsläufig sowohl zu tiefgreifenden Veränderungen bei den traditionellen Medien (Presse, Radio, Fernsehen), als auch zur Entstehung von neuartigen elektronischen Medien. Dazu zählen CD und DVD, sowie die Onlinemedien Minitel und Internet.
 
Die CD oder richtiger CD-ROM (Compact Disc Read Only Memory) kam im Jahre 1985 auf den Markt und wurde in den 90-er Jahren zum beliebtesten Medium für die Speicherung von digitalen Informationen: Text, Musik, Datenbank, Film, Spiel... Auf Grund der begrenzten Speicherkapazität wird die CD-ROM zunehmend durch die DVD ersetzt, die zwanzig Mal mehr Information enthalten kann. Anfänglich wurde die DVD (Digital Video Disc) als Speichermedium für Videofilme entwickelt, später evaluierte sie zur Digital Versatile Disc, was auf die Vielseitigkeit ihrer Verwendung hinweist (versatile = vielseitig). Heute werden auf DVD umfangreiche Programmpakete, komplexe Lernspiele oder mehrstündige Filme mit zusätzlichen Begleitmaterialien veröffentlicht.
 
Unter den Onlinemedien gelang es Minitel in den 80-er Jahren sehr schnell die führende Position in Frankreich zu erlangen. Bei der Einführung im Jahre 1982 stellte France Télécom die notwendigen Geräte kostenlos zur Verfügung und erreichte damit einen flächendeckenden Einsatz des Minitel in Privathaushalten und Wirtschaft. Die Hardware setzt sich aus Bildschirm, Tastatur und Modem zusammen, die im Stande ist, Textmeldungen zu visualisieren und einfache Abfragen zu senden. Die spartanische Informationsgestaltung ohne Bilder, Effekte und Sound gewährleistet eine schnelle Übertragung bei einfacher Bedienung. Die zahlreichen Dienstleistungsangebote (Wetter, Reservierungen, Bestellungen, Überweisungen...) stellen einen praktischen Nutzen für die Verwender dar und werden auch heute noch von Millionen Franzosen in Anspruch genommen, auch wenn die Konkurrenz durch das Internet deutlich spürbar ist.
 
Seit 1988 ist Frankreich an das Internet angeschlossen. Das Internet (Abk. für Interconnected Networks) stellt die Infrastruktur für den weltweiten Datenaustausch zur Verfügung, die von unterschiedlichen Onlinediensten genutzt wird. Am verbreitetsten ist das World Wide Web, das zur Übertragung und Anzeige von Webseiten dient. Ebenfalls sehr populär sind der E-Mail-Service zum Versenden von elektronischen Briefen und die direkte Kommunikation via Internet (Chat, Instant Messaging, Videokonferenzen...). Nicht zu unterschätzen ist die Technologie der Dateiübertragung, die zur Verbreitung oder Vermarktung von digitalen Inhalten (Programme, Musik, Filme...) dient. Mit der Entwicklung von immer leistungsfähigeren Computern und immer höheren Verbindungsgeschwindigkeiten eröffnen sich neue Märkte, wie z.B. die Internet-Telefonie, das Internetradio oder das Fernsehen via Internet.
 
Um an einem von diesen Onlinediensten partizipieren zu können muss man mit einem Anbieter von Telekommunikationsdiensten (Provider) einen meist kostenpflichtigen Vertrag abschließen. Zu den größten Providern in Frankreich zählt Orange mit 46% Marktanteil, gefolgt von Free mit 19%.
 
Obwohl Frankreich auf Grund des Minitels anfänglich eher zurückhaltend in Bezug auf das Internet war, entwickelte es im Laufe der Zeit ein gut durchstrukturiertes und reichhaltiges Internetangebot. Die französische Regierung treibt die benutzerorientierte Internetpräsenz der öffentlichen Einrichtungen stetig voran, wodurch das allgemeine Niveau einen hohen Level erreicht. Besonders erwähnenswert ist das französische Projekt Gallica der Nationalbibliothek mit Tausenden gescannten Texten von der Antike bis zum 20. Jahrhundert und das Mérimée-Projekt des Kultusministeriums mit allen denkmalgeschützten Bauwerken in Frankreich.

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