Das lycée

Nach dem collège schließt sich das lycée an, das entweder als berufsbildendes Gymnasium (lycée professionnelle), technisches Gymnasium (lycée téchnologique) oder als allgemeinbildendes Gymnasium (lycée) angeboten wird.

Die Ausbildung im berufsbildenden Gymnasium, die allgemeinbildende und berufliche Inhalte vereint, dauert in der Regel 2 Jahre. Danach erhalten die Schüler die Facharbeiterabschlüsse BEP (Brevet d’Etudes Professionelles) oder CAP (Certificat d’Aptitude Professionelle) und können ihre Berufsausbildung weiter in Centres d’apprentissage (Berufsschulen) abschließen. Die Abschlüsse des berufsbildenden Gymnasiums erlauben keinen Zugang zu einer Hochschule, jedoch besteht die Möglichkeit nach einem Jahr Zusatzunterricht die Fachhochschulreife zu erlangen.

Das technische und das allgemeinbildende Gymnasium umfassen beide 3 Jahre und werden in Seconde (15-16 Jahre), Première (16-17 Jahre) und Terminale (17-18 Jahre) unterteilt. Nach dem ersten Orientierungsjahr erfolgt eine Spezialisierung.

Im technischen Gymnasium erfolgt eine Spezialisierung auf den Dienstleistungsbereich (bac STT), die Industrie (bac STI), die Labortechnik (bac STL), die Medizin- und Sozialwissenschaft (bac SMS), die Agrarnahrungsmittelindustrie (bac STPA), die Agrar- und Umweltwissenschaft (bac STAE), die Musik- und Tanzwissenschaft (TMD) oder das Hotelfach (Hôtellerie). Obwohl man mit dieser Ausbildung direkt in den Beruf einsteigen könnte, nutzen über drei Viertel der Abiturienten die Möglichkeit in ihrem Fach einen Kurzstudiengang zu absolvieren und die angesehenen Diplome Brevet de Technicien Supérieur (BTS) oder Diplôme Universitaire de Technologie (DUT)zu erwerben.

Im allgemeinbildenden Gymnasium kann man sich auf Literatur (bac L), Wirtschaft und Soziales (bac ES) oder Wissenschaft (bac S) spezialisieren, wobei die Entscheidung weniger nach Neigung, sondern nach Leistungsstand getroffen wird. Das bac S wird in Frankreich am höchsten eingestuft und ermöglicht den besten Zugang zu einer Hochschule, egal welches Studium gewählt wird, d.h. bei gleichen Voraussetzungen für ein Literaturstudium wird paradoxerweise nicht das literarische bac L, sondern das mathematisch geprägte bac S bevorzugt.

Am Ende des technischen oder allgemeinbildenden Gymnasiums werden ausnahmslos alle Fächer geprüft. Die schriftlichen Prüfungsaufgaben werden zentral gestellt und sind dieselben in ganz Frankreich. Die mündlichen Prüfungen werden von unbekannten Lehrern oder Dozenten abgenommen. Die Durchfallquote ist mit ca. 20% relativ hoch, wobei aber im Vergleich zu Deutschland mehr französische Schüler das Abitur anstreben (62% gegenüber 50%).

Nach erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen bekommt man ein Diplom – das baccalauréat, das den Zugang zu einer Hochschule erlaubt.

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